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Projektinfos

Wenn man “Jamaika” hört, dann denkt man gleich an Strand, Meer, Palmen, Rastas und Reggae-Musik! Das kleine karibische Land, nicht größer als halb Hessen, ist doch international bekannt. Was wäre die Welt ohne Bob Marley!?

Die Insel ist berühmt für ihre Rastafari-Kultur mit ihrer besonderen Lebensphilosophie und großartigen Musiker, die die Kultur und das Straßenbild prägen. Hier traben Ziegen und Schweine bei 30 Grad im Schatten über die Straßen, Musik schallt Tag und Nacht durch die Viertel (v.a. bei den Sound-System-Partys in Kingston) und Kinder toben durch die Gassen.

Doch Trenchtown in Kingston ist auch heute noch, wie zu Zeiten Bob Marleys, ein sozialer Brennpunkt. Viele der Jugendlichen haben keine Perspektive und so gehört die Kriminalität zu einem oft gewählten Weg. Hier kann die Musik für manche ein Ausweg sein. Die Musikszene ist lebendig, polarisierend und hat viele SängerInnen. Doch Musikunterricht oder Instrumente sind besonders in den armen Teilen der Insel für viele nicht erschwinglich.

Jamaika hat im Ganzen, aber die Ghettos von Kingston im Besonderen, eine dunkle Geschichte. Nach jahrhundertelanger Sklaverei wurde Jamaika erst vor gut 50 Jahren unabhängig. In den Ghettos von Kingston tobte in den 80er Jahren um die politische Gesinnung ein Bürgerkrieg. Die Armut und Analphabetenrate unter den jungen Erwachsenen ist hoch.

Im August 2013 legte der erste Freiwillige den Grundstein und seitdem wird das Projekt kontinuierlich von Freiwilligen unterstützt. In Trenchtown gibt es viele junge Menschen und Kinder, die zwar viel Begeisterung und Potential mitbringen, aber kaum musikalische Möglichkeiten in der näheren Umgebung haben.

Bislang wurden hauptsächlich Gitarre, Klavier und Schlagzeug unterrichtet, außerdem Saxophon, Trompete, Geige und Blockflöte. Die Schüler sind noch weitestgehend auf Anfängerniveau, dennoch gibt es inzwischen einige fortgeschrittene Schüler, die seit Projektbeginn dabei sind. Darüber hinaus wurde eine Gesangsgruppe sowie eine Projekt-Band (noch auf Anfängerniveau, mit wenig Banderfahrung) ins Leben gerufen – so sind MusikerInnen, die sich im Bereich Chor-/Bandarbeit einbringen wollen, ebenfalls sehr willkommen.

Da das Projekt noch immer in den Kinderschuhen steckt, sollten zukünftige Freiwillige Durchhaltevermögen, Eigeninitiative und Eigenverantwortung mitbringen. Es gilt, die bestehenden Rahmenbedingungen zum Aufbau der Musikschule zu strukturieren und weiter zu entwickeln.

Kurz & knapp

Region: Trenchtown, Ghetto, Großstadt; Strand ca. 30-40 Min Autofahrt entfernt

Musikalische Arbeit: Anfänger und Fortgeschrittene mit viel Rhythmusgefühl; Einzelunterricht und Bandarbeit; Kooperation mit der Jones Town Primary School und Trench Town Seventh-Day Adventist Basic School

Altersgruppe: Kinder (ab 6 Jahren), Jugendliche und junge Erwachene

Sprache: Englisch (Umgangssprache: jamaikanisches Kreolisch, auch bekannt als Patois)

Unterkunft: Zur Verfügung stehen mehrere Zimmer für max. 4 Personen und ein gemeinsames Badezimmer im Haus der Familie Brown; Unterhaltskosten von ca. 80-90€ /Monat (je nach Tageskurs)

Partner: Trench Town Culture Yard

Voraussetzungen: Volljährigkeit zu Reisebeginn, Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar

Wir suchen MusikerInnen:

Hinweis:
Aufgrund der erschwerten Visa-Beantragung suchen wir bevorzugt Freiwillige, die bis zu 3 Monaten, bzw.  6-12 Monate in unserem Projekt unterrichten möchten.

Instrumentalunterricht Zeitraum
Klavier  05/2017 – 10/2017 –  und wieder ab 12/2017
Gitarre  Ab 09/2017
Schlagzeug  Ab sofort – 11/2017
Saxophon  Ab 04/2017 – 09/2017
Trompete  Ab sofort – 08/2017